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Warum wir im Frühling schlechter schlafen – und was jetzt hilft

Frau liegt im Frühling wach im Bett – schlechter Schlaf durch längere Tage und Zeitumstellung

Warum wir im Frühling schlechter schlafen – und was jetzt hilft

Viele Menschen bemerken es jedes Jahr aufs Neue:
Mit den ersten wärmeren Tagen verändert sich auch der Schlaf. Obwohl wir uns auf den Frühling freuen, fällt das Einschlafen plötzlich schwerer. Abends ist es länger hell, der Körper fühlt sich müde an – doch innerlich bleibt eine gewisse Unruhe.

Vielleicht kennst du das Gefühl:
Du liegst im Bett, bist eigentlich erschöpft – aber dein Kopf bleibt aktiv.

Woran liegt das? Und warum gerät unser Schlafrhythmus gerade im Frühling so leicht aus dem Gleichgewicht?

Warum verändert sich unser Schlaf im Frühling?

Unser Körper folgt einem natürlichen Takt – dem sogenannten zirkadianen Rhythmus. Dieser innere Rhythmus wird maßgeblich durch Licht gesteuert.

Im Frühling verlängert sich die Tageshelligkeit deutlich. Das bedeutet:

  • Der Sonnenuntergang verschiebt sich nach hinten

  • Es bleibt abends länger hell

  • Das natürliche Signal „Der Tag geht zu Ende“ kommt später

Licht hemmt die Ausschüttung von Melatonin – jenem Hormon, das unseren Körper auf die Nacht vorbereitet. Wenn es abends länger hell bleibt, beginnt dieser Prozess oft später als im Winter.

Die Folge:
Wir gehen zwar zur gewohnten Zeit ins Bett, fühlen uns aber noch nicht richtig schlafbereit.

Mehr Licht am Abend – und ein aktiver Kopf

Neben dem natürlichen Licht spielt auch künstliches Licht eine Rolle. Bildschirme, Smartphones und LED-Beleuchtung verlängern den „Tag“ zusätzlich.

Gerade im Frühling verbringen viele Menschen wieder mehr Zeit draußen, sind aktiver oder starten neue Projekte. Der Kopf bleibt länger beschäftigt.

Typische Gedanken am Abend:

  • „Ich sollte jetzt schlafen.“

  • „Warum bin ich müde, aber trotzdem wach?“

  • „Morgen muss ich früh aufstehen.“

Dieser innere Druck kann das Einschlafen zusätzlich erschweren.

Mehr zu diesem Thema findest du auch im Artikel:

👉 Warum kann ich abends nicht abschalten?

Zeitumstellung und verschobener Schlafrhythmus

Im März kommt zusätzlich die Zeitumstellung hinzu. Eine Stunde Unterschied wirkt auf den ersten Blick gering – für den Körper bedeutet sie jedoch eine kleine Irritation.

Der Schlafrhythmus muss sich neu anpassen. Manche Menschen reagieren sensibler darauf als andere.

Typische Symptome nach der Zeitumstellung:

  • Einschlafprobleme

  • Frühes Erwachen

  • Leichter, unruhiger Schlaf

  • Morgendliche Müdigkeit

Der Körper braucht meist einige Tage bis Wochen, um wieder in seinen gewohnten Rhythmus zu finden.

Typische Schlafprobleme im März und April

Im Frühling treten häufig folgende Veränderungen auf:

  • Späteres Einschlafen trotz Müdigkeit

  • Mehr nächtliches Aufwachen

  • Gefühl von „innerer Unruhe“

  • Leichtes Grübeln vor dem Schlafen

Das bedeutet nicht, dass etwas „nicht stimmt“. Vielmehr reagiert der Körper auf äußere Veränderungen.

Der Frühling ist eine Übergangsphase – und Übergänge brauchen Zeit.

Warum jetzt eine stabile Abendroutine besonders wichtig ist

Gerade in solchen Übergangszeiten hilft Struktur.

Eine ruhige, wiederkehrende Abendroutine signalisiert dem Körper:
Der Tag geht zu Ende.

Das können einfache, konstante Rituale sein:

  • Licht am Abend bewusst dimmen

  • 30 Minuten ohne Bildschirm vor dem Schlafen

  • Eine feste Zubettgehzeit

  • Lesen oder Atemübungen

  • Ein bewusstes „Abschließen“ des Tages

Wichtig ist weniger die Dauer – sondern die Regelmäßigkeit.

Der Körper liebt Wiederholung.

Innere Ruhe statt Leistungsdruck

Viele Schlafprobleme entstehen nicht durch „zu wenig Müdigkeit“, sondern durch innere Anspannung.

Gerade im Frühling entsteht oft ein Gefühl von Aufbruch und Aktivität. Das ist positiv – kann aber abends in Unruhe umschlagen.

Deshalb geht es nicht darum, den Schlaf zu erzwingen, sondern:

  • Reize zu reduzieren

  • Gedankenkreisen sanft zu unterbrechen

  • dem Körper Zeit zu geben

Schlaf ist kein Schalter.
Er ist ein Prozess.

Welche Rolle Cannabinoide am Abend spielen können

In den letzten Jahren beschäftigen sich Studien zunehmend mit der Rolle bestimmter Cannabinoide im Zusammenhang mit Entspannung und Schlafqualität.

Insbesondere CBN (Cannabinol) wird in wissenschaftlichen Diskussionen häufig im Kontext von Abendruhe erwähnt. Die Forschung ist noch nicht abgeschlossen, dennoch berichten viele Anwender davon, Cannabinoide als Teil einer strukturierten Abendroutine zu nutzen.

Wichtig ist dabei:
Cannabinoide ersetzen keine gesunde Schlafhygiene – sie können jedoch als ergänzender Baustein innerhalb einer bewussten Abendstruktur betrachtet werden.

Mehr zur ruhigen Abendroutine und den Hintergründen findest du hier:

👉 wie eine bewusste Abendroutine helfen kann…

Fazit: Den Frühling ruhig beginnen

Schlechter Schlaf im Frühling ist nichts Ungewöhnliches.
Mehr Licht, Zeitumstellung und ein aktiver Alltag fordern unseren natürlichen Rhythmus heraus.

Statt gegen den Schlaf zu kämpfen, hilft es oft:

  • Licht bewusst zu steuern

  • abends Reize zu reduzieren

  • eine konstante Abendroutine zu etablieren

  • Geduld mit sich selbst zu haben

Mit etwas Struktur findet der Körper meist wieder zurück in seinen eigenen Takt.

Der Frühling darf aktiv sein.
Der Abend darf ruhig bleiben.

von Bernhard Pirker – 24 Februar 2026

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